Die Diagnose einer bipolaren Störung kann das Leben eines Menschen drastisch verändern. Viele Betroffene berichten von den Herausforderungen im Alltag, den Höhen und Tiefen und den Strategien, die ihnen helfen, mit ihrer Erkrankung umzugehen.
Ich bin nun schon mehrere Jahre mit meiner Diagnose unterwegs. Und in all diesen Jahren wurde ich nicht geheilt. Leider geht das nicht so einfach, wie z. B. bei einer Grippe. Die bipolare Störung ist nicht plötzlich weg. Aber immerhin bemerke ich Fortschritte.
Durch eine Kombination aus Psychotherapie, Medikation und Elektrokrampftherapie (EKT) fand ich einen Weg, meine Stimmungsschwankungen besser zu kontrollieren. Besonders hilft mir die EKT, die ich seit einem Jahr regelmässig mache. Auch die Unterstützung durch Familie und Freunde spielen eine entscheidende Rolle in meinem Weg, besser mit der Krankheit umzugehen.
Was mir zudem hilft, ist Sport. Ich jogge regelmässig und ich gehe schwimmen. Ich bin nicht supersportlich, habe aber grossen Spass an meinen Aktivitäten. Ich habe mich auch an diversen Volksläufen angemeldet. Dort belege ich jeweils eher Plätze im letzten Viertel, geniesse aber die Stimmung, die an den Läufen herrscht.
Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, offen über die Herausforderungen und Erfolge im Umgang mit dieser Erkrankung zu sprechen. Durch die Kombination aus professioneller Unterstützung und persönlichem Engagement kann ich Wege finden, um meine Symptome zu kontrollieren und ein erfülltes Leben zu führen.